Donnerstag, Oktober 16th, 2008 | Author: rb

Der Plot von „The Bomas“ spielt mit den Sehnsüchten jener Menschen, die sich im selben Alter wie die Protagonisten befinden und auch auf eine neue Chance hoffen. Schade ist dabei vor allem, dass die Geschichte an dieser Oberfläche hängen bleibt. So überdeutlich wie die Metapher des Jahrhundertsturms und so urtümlich romantisch wie das (in wunderschönen Bildern eingefangene) Haus am Strand ist der ganze Plot.

rk* und rb inszenieren das Ganze sehr dicht an the mircs kitschigem Bestseller-Roman. Hier wird ein wahres Feuerwerk an Klischees wie aus dem Off vorgetragenen Liebesbriefen und oberflächlichen Dialogen der Marke „Wenn man sich verliebt, verändert man sich!“ abgebrannt. Romantischen Kuschelsex im Halbdunkel, aufwühlende Lagerfeuermusik und viel Pathos gibt es obendrauf. Und wenn dann auch noch die wildbemähnten Pferde über den Strand galoppieren (!), ist der Bogen endgültig überspannt. Wozu das alles? T.Dance und J.Kruger hätten die Story auch ohne diesen überflüssigen Schnickschnack stemmen können, was dem Film sicherlich deutlich besser zu Gesicht hätte. Denn es sind vor allem die bemühten Klischees, die erzwungenen und von der Regie viel zu offensichtlich kalkulierten Tränen, die „The Bomas“ schlussendlich seltsam künstlich und distanziert wirken lassen. 

Die Geschichte vom stürmischen Wochenende der Liebe wird durch die überzogene Inszenierung letztlich völlig banalisiert. Schade! Denn die einfache, klar vorgezeichnete und zutiefst sentimentale Story hätte im Rahmen einer zurückgenommenen, weniger auf Schauwerte abzielenden Inszenierung durchaus funktionieren können. Gerade bei der hervorragenden Besetzung des Traumduos Dance/Dimitri, das in dieser missglückten Kitschbombe aber nunmehr lediglich als Kassenmagnet fungiert.

[Anmerkung des Bomas-Teams: Natürlich mußte sich wieder jemand finden, der was zu meckern hat. Wenn man lang genug sucht läßt sich immer ein Haar in der Suppe finden. Dabei vergessen diese sogenannten Kritiker, dass es einer gehörigen Portion künstlerischen Sachverstandes bedarf, um mit einem 100 € Budget solch solides Popcorn-Kino zu produzieren. Und das alles mit hiochkarätigen Schauspielern.] 

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