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Donnerstag, Oktober 16th, 2008 | Author: admin

Genie und Wahnsinn sind nie weit von einander entfernt. Industriephilosoph Hans-Horst de Sastreux sagte einmal über unseren heutigen Gast: „Wenn ich’s nicht besser wüsste, würde ich glauben, ein Monster hätte unsere Welt betreten.“
Ich begrüße ganz herzlich den Maler, Klangkünstler und Schauspieler DiMiTri, der uns hoffentlich ein paar Fragen zum kommenden Kinoknaller „Bomas – The Movie!“ beantworten wird.

Guten Tag.

DiMiTri, ich komme gleich zu dem Thema, das unsere Leser zurzeit am meisten interessiert - Bomas. Warum wird aus diesem neuesten Projekt, ein… solch großes Geheimnis gemacht? Warum wird die Öffentlichkeit nicht schon im Vorfeld über Einzelheiten dieses – zweifellos - kulturellen Highlights informiert?

Obwohl nicht hinter jedem Geheimnis etwas Außergewöhnliches steckt, ist es doch in diesem unserem Falle ein Werk, das unbedingt geschützt werden muss, mein lieber Freund. Bomas ist nicht irgendeine Provinzposse aus dem Hause Wenders oder Burton. Ich glaube jeder kann für sich die Frage beantworten; Wann hat es jemals die Regiekonstellation rb & rk* gegeben?

Sie spielen auf Meisterwerke wie „Katinka - Es geschah ohne Warnung” oder „Lightsaber-Failure” an?

In der Tat.

Genau diese Werke werden in der Öffentlichkeit recht kontrovers diskutiert. Denken Sie nicht, dass wir genug von „Gewalt liegt in der Kunst“ haben?

Ich denke, wir haben genug selbstbetonter ausdrucksloser Produkte, die gern auch als Kunst bezeichnet werden. Fällt denn niemandem auf? - Das Leben ist nicht der röhrende Hirsch vorm Gletschersee-Idyll, das Leben ist nicht die Rummelplatz-Atmosphäre im Oktober bei München. Das menschliche Leben währt gerade mal so lang wie ein Wimpernschlag der Unendlichkeit. Soll dies mit Grass und Miller verplempert werden?

Sehen Sie das Leben so, wie in Ihren Zeichnungen, die zurzeit im Museum für Moderne Kunst in Brüssel gezeigt werden?

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Schmerz, lautet der Titel der Ausstellung, die noch bis zum 31.01.2009 im Museum für Moderne Kunst in Brüssel gezeigt wird.

Schmerz, lautet der Titel der Ausstellung, die noch bis zum 31.01.2009 im Museum für Moderne Kunst in Brüssel gezeigt wird.

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Keine Frage, so ist das Leben.

Sie sprechen vom Leben, die Öffentlichkeit sieht in Ihren Werken den Tod…

Tod bedeutet Neubeginn, Schmerz reinigt.

Wie viel haben diese Themen mit Ihrer neuen Rolle in Bomas zu tun?

Ich bin froh, dass Sie mir jetzt diese Frage stellen, mein lieber Freund. Sie hätte nicht eher gestellt werden dürfen.
Bomas ist eine tragische Figur in einem Spiel das die Götter Wissenschaft genannt haben. Verfolgt vom Schicksal, versucht er dem Unvermeidlichen zu entkommen. Niemand kann sich diesem Thema entziehen und niemand wird sich meinem hochgeschätzten Kollegen T.Dance entziehen können, der diese Figur vollendet verkörpert. Stellen Sie sich vor, mein lieber Freund, Ihr Leben würde im Kreis verlaufen. Wie meinen Sie, könnten Sie diesem Schicksal entrinnen?

Ich weiß es nicht, ich denke der Kreis müsste durchbrochen werden…

Genau, der Kreis muss durchbrochen werden. Die Lösung liegt also in der Beseitigung des Problems.

Was genau ist das Problem und was genau wird beseitigt?

Mein lieber Freund, ich würde zu viel verraten, würde ich Ihnen diese Auskunft erteilen. Doch glauben Sie mir, ich verkörpere in diesem Werk die Lösung, ich verkörpere sie mit einer solchen Wucht und Freude; nach nahezu jeder abgedrehten Szene wurde am Set applaudiert, hier und da flossen Tränen, so viel darf verraten werden.

DiMiTri, ein ansonsten eher schwieriger Interviewpartner, verhielt sich während des Gesprächs erstaunlich entspannt. Es lag wohl nicht an der Tatsache, dass wir uns seit Jahren kennen und - wenigstens - schätzen gelernt haben. In vergangenen Interviews ließ es sich DiMiTri nicht nehmen schon nach wenigen Minuten auf Fragen nach - zum Beispiel - seinem Alter beleidigt den Raum zu verlassen… oder schlimmeres.
Ihr DiSc

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