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Dienstag, Oktober 21st, 2008 | Author: mirc

Das Rätsel um die Herkunft des Bomas ist noch weit davon entfernt, gelöst zu werden. Sowohl dunkle als auch lustige Geheimnisse scheinen sich um die Herkunft allein des Namens zu ranken. Die meisten Wissenschaftler stehen noch immer am Anfang ihrer Forschungen. Ein einziger unermüdlicher Namensforscher, der albano-krusinische Freizeitchronist Schultzki Mircowitsch, stellt erstmals seine dreisten Hypothesen vor, die er in seinem wenig beachteten Buch „Das Rätsel von Utrecht“ der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Mircowitsch zufolge stammt der Name Bomas aus den Niederlanden und geht auf den Böttcher Barent Dirk Boomas zurück, der 1717 in Utrecht ein Fräulein Maegjen Toone Meulebeek heiratet. Ihre gemeinsame Tochter Aaltje wird im Kirchenbuch um 1737 bereits unter dem Namen Bomas geführt. Besonders in Utrecht war die Familie Bomas verbreitet. Später findet man sie auch in anderen Teilen Hollands. Zur Zeit der großen Auswanderungen breitete sich die Familie Bomas oder Boomas auf der ganzen Welt aus. Schultzki Mircowitsch versteigt sich hier in die Vermutung, es habe einen unbekannten Abkömmling des Herrn Barent Dirk Boomas gegeben, der in England sein Glück versuchte. Dort taucht nämlich 1730 ein gewisser Abraham Boms auf. Boms ist unzweifelhaft das Ergebnis eines holländisch vernuschelten „Bomas“. Die englischen Boms leiden unter ihrem Namen, weil er ausgesprochen wie „Bombs“ klingt und jedes Mal eine Panik ausgelöst wird, wenn sich Mr. Boms vorstellt. So kehren die Boms zu ihren Wurzeln zurück und nennen sich fortan Boome, was seitdem im englischen Sprachraum als lautmalerisch für das Geräusch einer explodieren Bombe gilt. Viele Geheimnisse ranken sich auch um einen Bomas, der als erster der Familie nach Amerika auswandert und sich in Vermont als Dr. Bomas ausgibt. Nur Gott allein weiß, mit welcher Quacksalberei er die arme Bevölkerung um ihr sauer verdientes Geld brachte, denn es ist geschichtlich erwiesen, dass kein einziger Bomas je das Abitur machte. Dr. Bomas verliebt sich in die schöne Sklavin Letitia mit der er später eine Tochter haben soll: Flossie Bomas. 1860 taucht der Name erstmals in Deutschland auf: vermutlich aus Amerika kommend heiratet ein Jacobi Bommes (Jacob Bomas) die Wäscherin Eva Hontheim und zeugt mit ihr ein Töchterchen, das sie Anna Maria nennen. Dann verliert sich ihre Spur. Wird die Familie von Außerirdischen entführt? Mircowitsch vertritt diese absurde Theorie und entblödet sich nicht die Ankunft des Bomas als „Rückkehr“ zur Erde zu deuten.